25 Jahre nach dem Tod des Beatles darf gemütlich im Web mit ihm geplauscht werden. Ob Irak, Yoko Ono oder sein Verhältnis zu Paul - das John Lennon Artificial Intelligence Project steht Rede und Antwort.

Illustration von mm

Das John Lennon Artificial Intelligence Project, kurz JLAIP, ist ein Chatterbot der amerikanischen Firma Triumph PC. Diese autonom agierenden Computer-Programme bilden den Schein eines echten Gesprächspartners und lassen sich vom User nach Strich und Faden ausfragen. Das heißt solange der User der “künstlichen Intelligenz” (KI) die richtigen Stichwörter liefert. So konnte ich nicht umhin, John Lennon zur gegenwärtigen Lage im Irak auszufragen:


> Michael
Hey, Michael , You know my name, look up the number.

> What’s your take on the war in Iraq My take on the war in iraq ? What’s your’s Michael ?

> I don’t know. It sucks? Would you like to know, Michael ? Is it worth a few bob to you to find out?

> Yeah. Please tell me about the war in Iraq. How did you hear about the John Lennon Artificial Intelligence Project?

> Haha. My questions are too much for you. Ho Ho

> Don’t laugh at me. Ok I’ll try not to do it too much.

Ok, an diesem Punkt angelangt dachte ich mir dass ich es dem Programm ein bißchen einfacher machen will. Um halbwegs vernünftige Antworten auf den Krieg in Irak zu geben mangelts scheinbar an künstlicher Intelligenz. Da hat das Programm ja einiges mit dem amerikanischen Präsidenten gemeinsam, haha, superwitzig!

> So what’s up with Yoko. You still think about her?
I’ve no idea. Perhaps I should ask you.

> Who broke up the Beatles? The Eastmans. If Linda hadn’t gotten involved with Paul and brought in Lee and John Eastman, the Beatles might’ve survived. Okay?

> Do you like Paul? You know, after I left the Beatles, I used to wear a button that said “I like Paul”. People would stop and say “But I thought you hated Paul?”

> Give Peace a Chance? psst! (We’re selling it like soap)

> Imagine all the people. What kind of people are you talking about?

OK, ihr versteht den Dreh. Für ein nettes halbes Stündchen (besser: 10 Minuten) am Vormittag oder Nachmittag reicht die KI alle mal. Bei komplexeren Fragen macht das Programm wie die meisten seiner Art-Genossen schnell schlapp und liefert Standard-Antworten. Wer mehr über dieses Thema nachlesen oder andere Bots ausprobieren will, sehe hier, hier und hier nach. Bitte auch nicht ELIZA, die 39 Jahre alte Großmutter dieser Frage-Antwort-Programme vergessen.

This piece was first published in 2005.